Bericht: Musikseminar 2026

Musikalisches Seminar in Woltersdorf vom 20. bis 22.3.2026

Auch in diesem Jahr verlebten „alte Hasen“ aus der Kirchengemeinde Karow und von Roller und Latscher das Wochenende. Unsere „Herberge“ war wieder im Begegnungs- und Bildungszentrum „Haus Gottesfriede“ in Woltersdorf bei Erkner. Dieses Mal hatte das Zepter Inken in der Hand. Sie ist Ergo- und Musiktherapeutin und hatte so manche Überraschungen parat. Obwohl wir uns alle kannten stellten wir uns am Freitagabend Inke vor. Bei Musik tanzten wir und tauschten bunte Tücher aus. Am Morgen wurde zur Andacht ein-geladen und man konnte Texte zum Nachdenken hören. Wir nahmen unseren Körper wahr, indem wir durch atmen- und Yoga in uns gingen. Gegenseitig klopften wir unseren Körper ab. Das tat gut! Dann tönten wir mit Vokalen (a, e, i, o, u) und überreichten sie uns. Großen Spaß hatten wir beim Bewegen vom großen Schwungtuch. Jeder konnte per Schlaufe das Tuch nach unten und oben bewegen. Auf ihm sprangen bunte Tücher. Katrin war so mutig und kroch unter ihm diagonal durch. Inken und Andreas hatten Klangschalen, Zupf-instrumente, Rasseln und Triangeln mitgebracht. Wir bildeten ein Orchester. Wer wollte konnte dirigieren. Ich zum Beispiel habe mal nur die Teilnehmer mit Rasseln spielen lassen. Der Samstag war ein sonniger Frühlingstag. Nach dem Mittagessen machten einige einen Verdauungsspaziergang zur Woltersdorfer Schleuse. Einige gingen hoch zum Kranichberg. Die Kaffeetafel war wieder mit selbst-gebackenem Kuchen reichlich gedeckt. Dieser schmeckte sehr lecker. Bevor wir zum Malen bei Musik kamen, machte Inken mit uns Bewegungen, wie man malt: Von unten nach oben, dann von links nach rechts und dann Kreise. Es entstanden frei künstlerische Werke. Anschließend malten wir bei Klaviermusik von einer CD. Es wurden Mandalas ausgemalt und es entstanden eigene Bilder. Besonders entspannend waren die Phantasiereisen. An eine kann ich mich ungefähr erinnern, die Inken vorlas: „Es ist Nacht. Wir sind am See. Der Mond scheint…“ Die Geschichte von „DER LILA HUT“ hat was für sich. Eine Frau schaut in den Spiegel… Mit 5 Jahren: Sie schaut sich an und sieht eine Königin. Mit 10 Jahren: Sie schaut sich an und sieht das Aschenputtel usw. Mit 80 kümmert sie sich nicht mehr darum, in den Spiegel zu schauen. Sie setzt sich einfach einen lila Hut auf und geht aus, um sich in der Welt zu vergnügen. Auch Singen kam nicht zu kurz. Wir sangen: „Ich lieb den Frühling, ich lieb den Sonnenschein. Wann wird es endlich mal wieder wärmer sein? Schnee, Eis und Kälte müssen bald vergeh’n. Dum, di da, di dum, di da, di dum, di da, di dum, di da, di” Den Kanon: „Der Himmel geht über allen auf/ auf alle über/ über allen auf“ Nach dem offiziellen Abend saßen wir bei einem Glas Wein zusammen und erzählten Erlebnisse aus unserem Alltag oder von früheren Rüstzeiten. Am Sonntagnachmittag fuhren wir gestärkt nach Hause. Inken hat uns ein schönes Wochenende beschert. Dafür ein herzliches Dankeschön! Andreas wollen wir für seine Organisation danken.

Rolf Gutsche